Warum sich ein oder zwei Wochen Abmessen wirklich lohnen

Dr. Kristina Jacoby
31 Jul 2026

Um einen Überblick darüber zu bekommen, ob man die Makros tatsächlich in den empfohlenen Mengen zu sich nimmt, lohnt es sich, die verzehrten Essensmengen ein bis zwei Wochen lang abzuwiegen. In der ersten Woche kann man beispielsweise die bis dahin übliche Ernährung abmessen. Dies zeigt, wie weit man von den empfohlenen Makronährstoffen abweicht. Anschließendkann man sich ausrechnen lassen, wie eine Ernährung aussieht, die die empfohlenen Makros abdeckt. Wie das funktioniert, erkläre ich im Blogartikel mit dem Titel "Wie KI dir hilft, deine idealen Makros zu finden". In der zweiten Woche werden die Mahlzeiten dann entsprechend der Vorgaben zusammengestellt und abgewogen.

Nicht alles muss gewogen werden

Bei einigen Lebensmitteln reicht ein Blick auf die Verpackung. Wenn man beispielsweise eine halbe Packung körnigen Frischkäse isst, sieht man auf der Verpackung einerseits, wie viel Gramm insgesamt enthalten sind, und andererseits, wie hoch die Protein- und die Fettmenge pro 100 g beträgt. Das erfordert etwas Kopfrechnen, aber das ist ja auch gut fürs Gehirn. Eier der Größe M enthalten beispielsweise ungefähr 8 Gramm Protein pro Stück, da muss man nicht weiter wiegen. Salate und Gemüse enthalten zwar Kohlenhydrate, diese sind jedoch vernachlässigbar, da es sich um sehr komplex aufgebaute Kohlenhydrate handelt. Sie sind zum Großteil für die Bakterien im Darm bestimmt und gelangen nur in kleinen Mengen überhaupt in den Organismus. Daher müssen diese Ernährungsbestandteile ebenfalls nicht abgewogen werden. Wichtig ist es jedoch, Käse, Wurst, Fisch, Geflügel oder Fleisch sowie alle Lebensmittel, die einfach aufgebaute Kohlenhydrate enthalten, wie beispielsweise Kartoffeln, Reis, Brot, Kuchen,Süßigkeiten oder Nudeln, genau abzuwiegen.

Dadurch bekommt man ein Gefühl dafür, wie viel Eiweiß in einer Portion Quark oder einem Hähnchenbrustfilet steckt und wie wenig Protein eine Scheibe Brot enthält. Nach dieser kurzen Phase erkennt man typische Mengen von selbst und muss nicht mehr alles wiegen. Genau an diesem Punkt wird die Ernährung leichter. Denn das ist wichtig: Ernährung soll Spaß machen, gut schmecken und etwas Positives sein. Wir wollen uns schließlich keine Essstörungen zuziehen, sondern unseren Körpern etwas Gutes tun.

Immer im rohen Zustand abmessen

Lebensmittel sollten jedoch im ungekochten Zustand abgewogen werden. Denn beim Kochen verändert sich das Gewicht, da Wasser aufgenommen oder abgegeben wird. Reis und Nudeln saugen sich beispielsweise voll und werden schwerer, während Fleisch Wasser verliert und leichter wird. Die Nährwertangaben auf der Verpackung, im Internet oder die von KIs verwendeten beziehen sich aber in der Regel auf den rohen Zustand.